Um alle Inhalte sehen zu können, benötigen Sie den aktuellen Adobe Flash Player.

Startseite Aktuell 2012/13 2011-13 Vita Portraits Theater Videos Kontakt Das Interview I love you, you´re perfect, now change Kauf dir einen bunten Luftballon Der nackte Wahnsinn Der Theatermacher Bord-Geflüster Pater Brown Drum prüfe ewig Let´s swing Boeing-Boeing Ein Traum von Hochzeit Peter Pan Rote Lippen soll man küssen Geschichte eines Pferdes Heidi Links test 

Peter Pan

Fotos Jochen Quast

Peter Pan als Höchstleistung- Phantastische Reise ins Nimmerland CELLE. Eine Höchstleistung – anders lässt sich das, was die Theatertruppe rund um Regisseur Jan Bodinus mit dem Weihnachtsstück „Peter Pan“ seinem Premierenpublikum präsentierte, nicht zusammenfassen. Der beste Beweis: Kinder ab fünf Jahren, die sich bedingungslos in die Welt des Jungen, der nicht erwachsen werden will, mitreißen ließen. Dazu trägt auch Ulrich Jokiel bei, der für das Musical einige Stücke komponierte, die ins Ohr gehen.Als kleine Warnung für alle, die das Stück von James Matthew Barrie noch vor sich haben: Wer Flugangst hat, sollte besser auf die Bekanntschaft von Peter Pan verzichten. Lajos Wenzel, der in die Rolle des Anführers der „verlorenen Kinder“ auf der Insel Nimmerland schlüpft, trotzt nämlich nicht nur dem Erwachsenwerden, sondern auch der Erdanziehung. Zusammen mit der Fee Glöckchen schnappt er sich Wendy und Michael und begibt sich scheinbar in die Lüfte.

Schlosstheater Celle "Peter Pan" Rolle: Wendy

Das Vierergespann mit einer sehr ausdrucksstarken Julia-Desirée Malkowski als Wendy, Michael mit sympathischem Harry-Potter-Charme (Oliver Graf), einem mitreißenden Peter Pan und der herrlich dauereingeschnappten Glöckchen (Tamara Dorothea Reichle) hat sofort das Publikum auf seiner Seite. Kein leichter Stand für Kapitän Hook (Tobias Sorge), der allein mit seinem Schiffskoch (Andreas von Steegen) den bösen Gegenpart Peter Pans einnimmt.Regisseur Jan Bodinus verzichtet auf übermäßigen Bühnenzauber. Ohne großartige technische Effekte setzt er einzig auf die schauspielerischen Stärken. Und diese schaffen genug Raum für eigene Träume und Kreativität. Während der kurzen Umbaupausen halten die Akteure ihre Zuschauer vor einem Vorhang bei Laune. Am Ende siegen, wie sollte es anders sein, die Guten. Kapitän Hook bekommt Hausverbot auf Nimmerland und Peter Pan verspricht eine alljährliche Stippvisite im Kinderzimmer von Wendy und Michael.Nach gut einer Stunde Mitklatschen und Mitfiebern ernteten Peter Pan und seine Mitspieler Zugabe-Rufe. Und das nicht nur von den Kindern – was wieder einmal beweist, wie unsterblich Peter Pan ist mit seiner Behauptung: „Man kann ja auch ein bisschen Kind bleiben, selbst wenn man schon groß ist.“ Silja Weißer 19.11.2008 21:21; aktualisiert:19.11.2008 21:23